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Was bedeutet UGC Creator? Klarer Guide mit Beispielen und Unterschieden zum Influencer

5 Min. Lesezeit

Hast du in den sozialen Medien den Begriff "UGC Creator" oder "Creator UGC" gesehen und dich gefragt, was er genau bedeutet? Diese Frage ist üblich: UGC ist in den letzten Jahren populär geworden, und viele Menschen verwechseln einen UGC Creator mit einem Influencer, einem Werbemodel oder einem Schauspieler. In diesem Guide klären wir, was es bedeutet, UGC Creator zu sein, was du im Alltag machst, worin du dich von anderen Figuren im digitalen Marketing unterscheidest und wie du in diesem Beruf einsteigst.

UGC Creator: was bedeutet das

Ein UGC Creator (User-Generated Content) ist eine Person, die audiovisuellen Content – Videos, Fotos, Reviews – für Marken produziert, den die Marke anschließend auf ihren eigenen Kanälen einsetzt. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich "Creator von nutzergeneriertem Content": Content mit natürlichem und authentischem Look, der wie von einem echten Konsumenten produziert wirkt, aber professionell im Auftrag erstellt wird.

Das Wichtige an der Definition ist, dass der UGC Creator den Content nicht auf seinen eigenen Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Er produziert das Material, liefert es an die Marke, und die Marke nutzt es nach Belieben: auf ihren organischen Profilen, in Anzeigen auf Meta Ads oder TikTok Ads, auf ihrer Website, im E-Mail-Marketing oder im Online-Shop.

Was macht ein UGC Content Creator?

Die Arbeit eines UGC Creators reduziert sich auf drei Schritte: Er erhält ein Briefing von der Marke, produziert den Content gemäß diesen Vorgaben und liefert die finalen Dateien. Das Briefing enthält in der Regel die Content-Art (Video, Foto, Review), das Format (vertikal für TikTok/Reels oder quadratisch für Instagram), die Länge, die zu vermittelnden Kernbotschaften und die Tonalität.

Ein typischer Arbeitstag kann beinhalten, am Vormittag ein Unboxing zu drehen, am Nachmittag ein Video-Review für ein Kosmetikprodukt zu produzieren und am nächsten Tag ein Tutorial zu schneiden, um es einer anderen Marke zu schicken. Es ist ein flexibler Beruf, den du gerade am Anfang gut mit anderen Tätigkeiten kombinieren kannst.

Content-Arten, die ein UGC Creator produziert

Die häufigsten Formate, die ein UGC Creator produziert, sind:

Video-Reviews

Der Creator testet das Produkt und teilt seine ehrliche Meinung direkt vor der Kamera. Es ist das von Marken am stärksten nachgefragte Format, weil es als Werbung in sozialen Medien sehr gut funktioniert.

Unboxings

Videos, in denen der Creator das Erlebnis zeigt, das Produkt zum ersten Mal zu erhalten und auszupacken. Sie erzeugen Emotion und sind perfekt für Launch-Kampagnen.

Tutorials und How-tos

Sie zeigen Schritt für Schritt, wie das Produkt verwendet wird. Sie funktionieren besonders gut für Kosmetik, Gadgets, digitale Tools und Produkte, die einer Demonstration bedürfen.

Lifestyle-Content

Das Produkt wird auf natürliche Weise in den Alltag des Creators integriert. Ideal für Mode, Lebensmittel, Deko und Fitness.

Testimonials

Direkte Aussagen des Creators über seine Erfahrung mit dem Produkt. Sie werden auf Landingpages, Produktseiten und Sales-E-Mails eingesetzt.

Unterschied zwischen UGC Creator und Influencer

Das ist die häufigste Verwechslung. Ein Influencer und ein UGC Creator sind sehr unterschiedliche Figuren.

Ein Influencer veröffentlicht Content auf seinen eigenen Social-Media-Kanälen, und die Marke zahlt dafür, vor seinen Followern zu erscheinen. Was ein Influencer verkauft, ist die Audience. Deshalb verdient ein Influencer mit 100.000 Followern viel mehr als einer mit 5.000.

Ein UGC Creator hingegen verkauft Content, keine Audience. Er braucht keine Follower: Er kann 50 oder 500.000 haben, das ist egal. Was die Marke kauft, ist das Material, das er produziert. Deshalb kann ein UGC Creator mit guter Content-Qualität für große Marken arbeiten, auch wenn sein persönliches Profil kaum Follower hat.

Dieser Unterschied hat eine wichtige praktische Konsequenz: UGC Creator zu sein ist deutlich zugänglicher als Influencer zu sein. Du musst keine Audience aufbauen und nicht viral gehen. Du musst nur in der Lage sein, guten Content zu produzieren.

Creator UGC, UGC Creator und Content Creator: ist das dasselbe?

Die Begriffe "Creator UGC", "UGC Creator" und "Content Creator" werden in der Branche oft synonym verwendet und beschreiben praktisch dieselbe Tätigkeit. "UGC Creator" ist die im Deutschen am häufigsten genutzte Form, während "Creator UGC" eher in spanisch- oder italienischsprachigen Märkten verbreitet ist. "Content Creator" ist der breitere Oberbegriff – nicht jeder Content Creator ist automatisch ein UGC Creator, aber jeder UGC Creator ist auch ein Content Creator.

Lass dich von der Vielfalt der Begriffe nicht verwirren: In einer Stellenanzeige beschreiben die Wörter "UGC Creator", "Creator UGC", "Content Creator UGC" oder "UGC Content Creator" exakt dasselbe Berufsprofil.

Wie viel verdient ein UGC Creator?

Die Honorare in Europa liegen üblicherweise zwischen 50 € und 300 € pro Video, je nach Content-Art, Länge, Nutzungsrechten und Erfahrung des Creators. Ein Creator, der gerade anfängt, kann 50 € bis 100 € pro Video verlangen, während erfahrenere Profile mit solidem Portfolio über 500 € pro Stück hinausgehen können.

Es ist einer der digitalen Berufe mit dem besten Verhältnis von investierter Zeit und Ertrag. Ein qualitativ hochwertiges UGC-Video kann in 2-3 Stunden produziert werden (Dreh + Schnitt), was den Stundensatz im Vergleich zu anderen kreativen Berufen sehr wettbewerbsfähig macht.

Wie du als UGC Creator startest

Wenn dir nach dem Lesen klar geworden ist, was es bedeutet, UGC Creator zu sein, und du Lust hast einzusteigen, ist der Weg einfach: Drehe 3-4 Beispielvideos mit Produkten, die du zu Hause hast, lege ein Profil auf einem UGC-Marktplatz an, lade dein Portfolio hoch und bewirb dich auf Angebote. Du brauchst keine Profi-Ausrüstung – ein Smartphone mit guter Kamera und natürlichem Licht reicht für den Start. Was den Unterschied macht, ist die Natürlichkeit vor der Kamera und die Fähigkeit, ein Briefing sauber umzusetzen.

UGC Slalom ist der führende Marktplatz für UGC Creators, auf dem Hunderte von Marken jeden Monat Angebote veröffentlichen. Wenn du tiefer einsteigen willst, empfehlen wir dir außerdem unseren vollständigen Guide, wie du UGC Creator wirst und den Guide zu was UGC ist und was es bedeutet, um den vollständigen Kontext der Branche zu verstehen.

Häufig gestellte Fragen zu UGC

Was bedeutet es, UGC Creator zu sein?
UGC Creator zu sein bedeutet, audiovisuellen Content (Videos, Fotos, Reviews) für Marken zu produzieren, den sie auf ihren eigenen Kanälen einsetzen: in sozialen Medien, in bezahlten Anzeigen, auf der Website oder im E-Mail-Marketing. Der Creator veröffentlicht den Content nicht auf seinen eigenen Kanälen – er verkauft das Material an die Marke, und die Marke entscheidet, wo sie es einsetzt.
Was ist der Unterschied zwischen UGC Creator und Content Creator?
"Content Creator" ist der breitere Oberbegriff für jede Person, die digitalen Content produziert. Ein UGC Creator ist eine spezialisierte Untergruppe: Er produziert Content im Auftrag von Marken, der wie von einem echten Konsumenten wirkt, und liefert ihn der Marke statt ihn selbst zu veröffentlichen. Jeder UGC Creator ist ein Content Creator, aber nicht jeder Content Creator ist ein UGC Creator.
Brauche ich Follower, um UGC Creator zu sein?
Nein. Anders als ein Influencer braucht ein UGC Creator keine eigene Audience. Was Marken kaufen, ist der Content, den du produzierst, nicht deine Reichweite in den sozialen Medien. Du kannst 50 Follower haben und mit großen Marken arbeiten, wenn dein Content qualitativ überzeugt.
Was bedeutet "Creator UGC"?
"Creator UGC" ist ein Synonym, das ebenfalls einen UGC Creator beschreibt, vor allem in spanisch- oder italienischsprachigen Märkten. Der im deutschsprachigen Raum gebräuchlichste Begriff bleibt "UGC Creator" oder "UGC Content Creator", aber beide beschreiben dieselbe Tätigkeit.
Wie viel verlangt man für ein UGC-Video?
Übliche Honorare liegen zwischen 50 € und 300 € pro Video. Ein Creator, der gerade startet, verlangt üblicherweise 50-100 € pro Stück, während erfahrene Profile mit gutem Portfolio über 500 € hinausgehen können. Der Preis hängt von Content-Art, Länge, Nutzungsrechten und Erfahrung des Creators ab.
Wo finde ich Aufträge als UGC Creator?
Der effizienteste Weg ist, dich auf einem UGC-Marktplatz wie UGC Slalom zu registrieren, auf dem Marken Angebote mit festgelegtem Budget veröffentlichen und Creators sich direkt bewerben. Die Plattform managt Kommunikation, Reviews und Zahlungen. Du kannst Marken auch direkt in den sozialen Medien anschreiben oder mit Agenturen arbeiten, das ist allerdings ein langsamerer Prozess.